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Kompetenzfeststellungsverfahren an den Stärken anknüpfen

Kompetenzfeststellungsverfahren ist

  • ein scheußlich klingendes Wort für eine überzeugende Sache!
  • ein komplizierter Begriff für die schlichte Tatsache, dass Jugendliche am Übergang von der Schule in den Beruf wissen müssen, was sie können und wollen
  • ein Wegweiser und Streckenführer für Jugendliche und ihre Begleiter/innen auf dem Weg von der Schule in Ausbildung und Beruf
  • der Versuch, die Selbsteinschätzung des Jugendlichen und die schulische Bewertung durch einen möglichst neutralen Blickwinkel von außen zu ergänzen und evt. zu korrigieren
  • der Ansatz bei den Stärken des Jugendlichen

Endlich werden nicht mehr die Fehler angestrichen oder die Lücken angekreidet! Gerade Hauptschülerinnen und -schüler haben jahrelang ihre Defizite und ihr Versagen vor Augen geführt bekommen. Das Kompetenzfeststellungsverfahren bringt hier einen Paradigmenwechsel: Hingucken auf das, was da ist. Sich konzentrieren auf das, worauf aufgebaut werden kann. Die Kraft dort bündeln, wo die Chance für die Zukunft liegt.

Wie funktioniert ein Kompetenzfeststellungsverfahren?

  • Der Jugendliche durchläuft verschiedene Stationen bzw. absolviert bestimmte Übungen, in denen verschiedene Dimensionen seiner Kompetenzen getestet werden.
  • Geschulte Kräfte beobachten das Verhalten des Jugendlichen bei der Lösung der ihm gestellten Aufgaben nach vorgegebenen Kriterien möglichst wertfrei.
  • Aus der Häufigkeit oder Qualität des beobachteten Verhaltens werden Rückschlüsse auf bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder beruflich relevante Fähigkeiten gezogen (z. B. Konfliktfähigkeit oder Arbeitstempo)
  • Das Ergebnis des Verfahrens wird dem Jugendlichen im einem graphisch aufbereiteten Zertifikat überreicht und in einem persönlichen Auswertungsgespräch erläutert.

Und wozu ist das gut?

  • Der Jugendliche wird sich seiner Stärken bewusst und kann auf dieser Basis eine klarere Berufswahlentscheidung treffen.
  • Ein evt. schon vorhandener Berufswunsch kann überprüft oder bestätigt werden
  • Die Ergebnisse des Kompetenzfeststellungsverfahrens gehen ein in die schulischen Überlegungen und Maßnahmen zur Berufsvorbereitung
  • Sie werden Teil von Qualifizierungs- und Förderplänen, wie sie im Rahmen der außerschulischen Unterstützung der beruflichen Integration von Schülerinnen und Schülern erstellt werden (z.B. im Projekt "Startklar! für den Beruf")
 
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