2. Chance


Schulverweigerer - Die 2. Chance
„Hier geht es um mich, ... ihr gehört zu den wenigen, die nie aufgehört haben mir zu helfen und daran zu glauben, dass ich es schaffen kann..."
Sich dem Schullalltag wieder annähern und die 2. Chance nutzen, den Schulabschluss doch noch zu schaffen, das ist das Angebot der Koordinierungsstelle Schulverweigerung – Die 2. Chance im Bezirk Hamburg Harburg.
Die 2. Chance wendet sich an schulmüde Jugendliche mit hohen und lang andauernden Fehlzeiten (aktive Schulverweigerung) und Jugendliche, die trotz regelmäßigen Schulbesuchs vom Unterricht nicht mehr erreicht werden (passive Schulverweigerung). Das Erreichen eines Schulabschluss' ist bei ihnen dadurch nachweislich gefährdet.
Die 2. Chance bietet individuelle, auf die Situation des Jugendlichen, zugeschnittene Unterstützung an. Dies geschieht sowohl durch außerschulische Lernarrangements als auch durch die Begleitung innerhalb der Schule. Dabei geht es neben der Vermittlung versäumten Lehrstoffs vor Allem um die Befähigung der Jugendlichen zur Gestaltung eines Schullalltages. Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen wie Verbindlichkeit, Konfliktfähigkeit und Gruppenfähigkeit, um die Rückkehr an eine Schule zu ermöglichen.
Die 2. Chance begleitet zwanzig Schüler/innen ab 12 Jahren.
Eine Aufnahme ist laufend möglich, bis zum Beginn der letzten Klassenstufe vor Erreichen des ersten Bildungsabschlusses.
Die Projektteilnahme variiert, je nach Bedarf der Schüler/in, und kann bis zu einem Jahr betragen.
Unterstützungsangebote:
- individuelle Bildungs- und Förderplanung mit den Mitteln des Case-Managements
- musik- und erlebnispädagogische Angebote
- außerschulische Lernangebote
- schulbegleitende Unterstützung
- Trainings zum Erwerb sozialer Kompetenzen
- Berufsorientierung und Vermittlung in Praktika
- Elternkooperation
- Vermittlung zwischen Schüler/in und Schule
Die 2. Chance versteht sich als „Lotse" für das Arbeitsfeld „Schulverweigerung" und arbeitet eng vernetzt mit Behörden, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen.
Ziele sind:
- Schaffen einer ressourcenorientierten Lernumgebung
- Vermittlung sozialer Schlüsselqualifikationen
- Herstellen einer Balance zw. individuellen Kompetenzen und schulischer Anforderung
- schulische und soziale Integration der Schüler/innen innerhalb von 12 Monaten
- Unterstützung und Aktivierung der Eltern
- Initiierung fehlender Hilfs- und Fördermaßnahmen
- Entwicklung eines zwischen den Akteuren abgestimmten Handlungskonzeptes, das Schule, Elternhaus und Jugendlichen mit einbindet
- Schaffung tragfähiger Netzwerkstrukturen im Sozialraum
Kooperationspartner:
- Acht Stadtteil- und Förderschulen im Bezirk Hamburg - Harburg
- REBUS Harburg und REBUS Süderelbe
- Jugendamt Hamburg – Harburg
| Gefördert durch: | ||
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